Sportlich geht´s zum schnorcheln

Sportlich geht´s zum schnorcheln

Als die Tigerente morgens wach wird, gewittert es heftig und es regnet in Strömen. Innerlich bereitet sie sich schon auf einen Tag im Spa des Hotels vor, denn angekündigt sind ähnliche Wetterverhältnisse für den Rest des Tages. Sie hat jedoch Glück, denn nach dem Frühstück klart es auf und die Sonne strahlt. Also werden die Schnorchelsachen gepackt und es geht auf zu einer der vielen kleinen Buchten der Insel.

Blick über Lošinj bis zur Insel Cres.

Typisch für Lošinj: Olivenbäume.

Da Lošinj aus einem Bergkamm besteht, der sich aus dem Meer erhebt und die Straße zum anderen Ende der Insel über den Scheitelpunkt eben dieses Bergkamms führt, sind es bin zum Wasser naturgemäß ein paar Höhenmeter. Diese gilt es zu überwinden und zwar – mangels Vorhandenseins entsprechender weiterer Straßen – per pedes. Selbst bergab benötigt man etwa 40 Minuten bis zum Meer! Der kleine, steinige Pfad windet sich durch Olivenhaine und immer wieder hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Buchten, die weit unten in strahlendem Blau schimmern.

Diese etwas beschwerliche Tour nehmen nicht Viele auf sich, weswegen es am Wasser sehr einsam ist: Die Tigerente muss die Bucht nur mit vier Segelbooten teilen, deren Besatzung aber gerade unter Deck zu dösen scheint, jedenfalls sind nirgendwo Menschen zu sehen 🙂

Einsame Bucht, bequem erreichbar mit dem Schiff.

Das Wasser ist glasklar und am Ufer tummeln sich Seeigel und Seegurken.

Seeigel

Der Strand ist steinig, wie es typisch ist für Kroatien. Die Ufer der kleinen Bucht sind dicht bewaldet. Besonders viele Fische sieht man hier nicht, also geht es weiter zu Fuß zur nächsten Bucht. Zuvor macht die Tigerente Halt an einem kleinen Restaurant, dem Balvanida, das abseits vom Wasser etwa 50 Meter oberhalb der Bucht liegt. Das Lokal ist weit und breit das einzige Zeugnis dessen, dass der Ort auch landseitig erreichbar ist – natürlich nur zu Fuß oder mit einem wirklich (!) offroad-tauglichen Fahrzeug, das ruhig die ein oder andere Macke abbekommen kann.

Das kleine, flache Gebäude mit einem großen Gemüsegarten und einem riesigen Grill (wahrscheinlich für Spanferkel ?;) )liegt idyllisch auf einer kleinen Wiese in der ansonsten sehr waldigen Landschaft. Die sehr freundliche Bedienung spricht sogar deutsch und das Essen ist sehr lecker und wird größtenteil selbst angebaut. Als die Tigerente ankommt, sind noch keine weiteren Gäste anwesend, doch nach und nach kommen noch drei weitere Paare bzw. Familien, die offenbar mit dem Boot unten am Ufer vor Anker liegen.

Später entdeckt die Tigerente eine wunderschöne Bucht, die sie ganz für sich allein hat! 🙂

Into the blue!

Hier gibt es unter Wasser schon mehr zu sehen. Ein Schwarm größerer Fische hat die Bucht als Ruhezone für sich entdeckt und an den Felsen am Ufer sieht man immer wieder einzelne Fische verschiedener Arten. Sogar einer lilafarbenen Qualle begegnet die Tigerente.

Lila Qualle – wunderschön, aber besser Abstand halten. Die langen Tentakel sind so dünn, dass man sie auf dem Bild nicht mehr erkennen kann.

Teil eines größeren Schwarms…

Typische Unterwasserlandschaft

Langsam wird es Zeit, sich auf den Rückweg zu machen, denn der hat es noch in sich! Es geht steil bergauf, das dürften locker 200 Höhenmeter auf 1,5 km sein. Der Weg ist steinig und voll von losem Geröll, zudem gibt es wenig Bäume, die hoch genug wären, um etwas Schatten zu spenden. Was ist die Tigerente froh, als sie endlich die asphaltierte Straße erreicht!

Und immer weiter bergauf!

Zu Fuß hier hinauf – könnt Ihr das Schiff unten noch erkennen? 🙂

 

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