Wie aus einer anderen Welt – die Dobschauer Eishöhle

Wie aus einer anderen Welt – die Dobschauer Eishöhle

Formen, Farben und Lichteffekte in der Dobschauer Eishöhle ergeben tolle Fotomotive.

Der überirdischen Schönheit des Nationalparks Slovenský raj (zu deutsch: Slowakisches Paradies) nicht auf den ersten Blick anzusehen ist sein unterirdisches Gegenüber. Im Slowakischen Paradies befinden sich mehr als 200 Höhlen, darunter auch eine der größten Eishöhlen Europas. Ein Besuch der Dobšinská ľadová jaskyňa (zu deutsch: Dobschauer Eishöhle oder Dobšinská Eishöhle) ist unbedingt empfehlenwert! Die Höhle ist beeindruckende 1.483 m lang und 112 m tief – so weit muss der Besucher aber glücklicherweise nicht hinabsteigen, um der Faszination dieses unterirdischen Schatzes zu erliegen. Bereits kurz nach dem Höhleneingang beginnt es, überall zu funkeln und zu glitzern. Kleine Eiskristalle schimmern im schwachen Licht der Höhlenbeleuchtung, während beeindruckende Stalagmiten markant angestrahlt werden.

Auf diesem Bild bekommt Ihr eine ungefähre Vorstellung von der Dicke der Eisschicht, die bis zu 26 m beträgt.

Langsam, aber stetig werden sie von Kalkwasser geformt, welches unaufhörlich in die Höhle eindringt. Den Besucher begleitet daher ein stetes Tröpfeln, welches mal lauter, mal leiser von den Höhlenwänden wiederhallt. Die besondere Faszination der Dobschauer Eishöhle sind unweigerlich die riesigen, hier lagernden Eismassen, deren Volumen über 110.000 m³ beträgt. Stellenweise ist die Eisschicht mehr als 26 Meter dick und der Weg der Besucher führt durch fantastische Eistunnel, die grün-weiß glänzen. Die Welt um die Tigerente herum wirkt so surreal, als würde sie sich auf einem anderen Planeten befinden. Fast erwartet sie, jederzeit auf Astronauten in Raumanzügen oder fremdartige Wesen zu treffen…

In der Höhle sieht es wie in einem Science-Fiction-Film aus. Rechts im Bild ist wieder ein Teil der riesigen Eismasse!

Die Höhle wurde übrigens 1870 erstmals erkundet und ist seit 1871 für Besucher zugänglich. Im Jahr 2000 wurde sie in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Einige Male führt der Weg durch verschiedene Eistunnel, ein Gefühl wie aus einer anderen Welt.

Zwölf seltene Fledermausarten nutzen die Höhle als Winterquartier. Für einen ordentlichen Fledermaus-Winterschlaf scheint die recht konstante Temperatur gut geeignet, auch wenn es in der kalten Jahreszeit bis zu -6 Grad Celsius werden können… Aufgrund dieser Temperaturen kommt es, dass die Höhle erst ab Mitte Mai für Besucher geöffnet ist. Die Chance, eine Fledermaus zu sehen, besteht also nur dann, wenn ein verpenntes Exemplar den Frühlingsanfang draußen verpasst hat 😉

Aber auch, wenn an der Erdoberfläche bereits sommerliche Temperaturen herrschen: Im Innern der Dobschauer Höhle klettert das Thermometer kaum über +0,5 Grad Celsius – es ist schließlich nicht umsonst eine Eishöhle 😉 An heißen Tagen kann man sich hier also wunderbar abkühlen oder – wie die Tigerente – an regnerischen Tagen dem Wetter entfliehen 😉

Überall finden sich große Stalakmiten aus Eis.
Die zweite Eisskulptur auf dem Bild ist fast 3 Meter hoch!
Man kann es erahnen – die Temperatur in der Höhle ist ziemlich niedrig. Selbst im Sommer sind es nicht mehr als 0,5 Grad.

ALLGEMEINE INFOS

Geöffnet ist die Höhle vom 15.05. bis 30.09., aber mit unterschiedlichen Öffnungs- und Einlasszeiten, s.u. Betreten kann man die Höhle nur mit Führung.

Vom 15.05. bis 31.05. sowie vom 01.09. bis 30.09. hat die Höhle von 09:30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Führungen starten in dieser Zeit um 09:30, 11:00, 12:30 und 14:00 Uhr.

Vom 01.06. bis 31.08. starten die Führungen von 09:00 bis 16:00 Uhr zu jeder vollen Stunde.

Das restliche Jahr ist die Höhle geschlossen. Führungen auf deutsch gibt es erst ab einer Gruppengröße von 40 Personen.

Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder. Studenten zahlen einen ermäßigten Eintritt von 7 Euro. Wer fotografieren oder ein Video aufnehmen möchte, zahlt weitere 10 Euro. Hinzu kommen Parkgebühren von 3,50 Euro für Alle, die mit dem Auto anreisen. Achtung: Vom Parkplatz geht es noch 130 Meter bergauf bis zum Höhleneingang.

Die 130 Höhenmeter vom Parkplatz bis zum Höhleneingang sind auf einem gut angelegten Waldweg recht angenehm zu überwinden.

 

Das Eis in der Höhle schimmert in den verschiedensten Farben – Grün, Braun, Grau und natürlich Weiß.
Links die ungeheure Eisschicht und rechts der Fels – in der Höhle herrscht eine Wahnsinns-Aktustik!

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