(Was für) ein Tag unter Wasser!

(Was für) ein Tag unter Wasser!

November 21, 2018 0 Von ThisGirlIsEverywhere

Heute heißt es: Früh aufstehen, denn es geht mit dem Boot auf´s Meer! Zuerst Delfin-gucken und dann zur Île aux Benitiérs 🙂 Die Tigerente freut sich schon riesig auf den Ausflug, auch wenn er am Ende etwas anders verläuft als erwartet.

Sie hat ihr Quartier in Tamarin aufgeschlagen. Der Ort an der Westküste von Mauritius ist berühmt für seine Bucht, in der über 500 Delfine leben. Die Tiere finden sich hier tagsüber ein, um sich für die nächtliche Jagd auszuruhen. Die Bucht ist aufgrund dieser Gegebenheiten der Ausgangspunkt für viele Dolphin-Watching-Touren. Kommt man zur richtigen Jahreszeit, kann man wohl sogar Buckelwale beobachten! Noch dazu bewohnt eine Kolonie Pottwale ein großes Gebiet weit vor der Küste von Tamarin. Na, wenn das mal nicht vielversprechend ist!

Die Dolphin-watching-Tour der Tigerente beginnt morgens früh um sieben Uhr. Zunächst geht die Fahrt über das dunkelblaue Wasser, bis das Boot etwa drei bis fünf Kilometer vor der Küste hält. Da sind die Delfine schon! Mehrere Gruppen von Spinnerdelfinen tauchen nicht weit entfernt vom Boot auf. Zum Teil kommen die Tiere bis auf zehn Meter heran! Schnell wird auch klar, woher der Spinnerdelfin seinen Namen hat: Er dreht sich um seine eigene Achse, wenn er in die Luft springt (engl. spinning), und das macht er auch jetzt – direkt vor den Augen der Tigerente 🙂

 

Ein Spinnerdelfin beim “spinnen” – schwer zu erwischen und etwas fotoscheu 🙂 Trotzdem gut zu erkennen: Die dunkelgraue Färbung und der charakteristische cremeweiße Fleck auf dem Bauch. Der Spinnerdelfin ist übrigens ein begeisterter Wellenreiter. Es wurden schon Tiere gesichtet, die mindestens 14 Sprünge hintereinander absolviert haben 🙂

 

Gleich mehrere der hübschen Spinnerdelfine 🙂 Ihre Schnauze ist lang und dünn mit einer dunklen Spitze – wie bei allen Delfinen wird sie jedoch nicht zum Atmen benutzt, denn dazu gibt´s das Blasloch auf dem Kopf.

 

Erwachsene Spinnerdelfine werden bis zu 235 cm groß und können bis zu 78 kg wiegen. Sie versammeln sich in Gruppen von wenigen bis hin zu Schulen mit tausenden von Tieren.

 

Mit etwas Glück kann man in der Bucht von Tamarin auch den Großen Tümmler entdecken. Der Große Tümmler ist – wohl auch dank der Fernsehserie “Flipper” – einer der häufigsten und bekanntesten Delphine. Er kann bis zu 4 Meter lang werden und bis zu 650 Kilogramm wiegen! Große Tümmler leben in Gruppen, die normalerweise etwa 15 Delfine zählen, aber die Gruppengröße variiert von einsamen Tümmlern bis hin zu Gruppen von über 100 oder sogar gelegentlich über 1000 Tieren. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen. Sie arbeiten häufig zusammen, um Fischschwärme zu ernten, bisweilen jagen sie auch einzeln. Die Großen Tümmler tauchen während der Tour der Tigerente jedoch nicht auf (im wahrsten Sinne des Wortes…).

Dafür taucht die Tigerente ein! Sie darf in´s Wasser gehen, und zwar direkt hier, während die Delfine in einiger Entfernung links, rechts und unter ihr schwimmen! Mit einem solchen Erlebnis hat sie nicht gerechnet, als sie eine “Dolphin watching”-Tour buchte! Sie kann sogar das hochfrequente Fiepen der Tiere hören, als sie mit den Ohren unter Wasser ist!

 

Direkt unter der Tigerente schwimmen mehrere Spinnerdelfine! Was für ein Erlebnis!

 

Etwa zwei Stunden lang kann die Tigerente die Delfine vom Boot und vom Wasser aus beobachten, dann geht es zurück an Land und direkt auf das nächste Boot, dass sie zur Île aux Benitiérs bringt. Dieser Ausflug ist allerdings eher ein Reinfall… Die etwa zwei Kilometer lange und 150 Meter breite Insel bietet zwar weiße Sandstrände, aber weder Gelegenheiten zum Schnorcheln noch zum entspannt am Strand liegen. Überall versuchen Souvenirverkäufer, ihre Waren an den Mann bzw. die Frau zu bringen und alle paar Minuten knattert ein Boot vorbei, um weitere Touristen auf die Insel zu bringen. Das alles hinterlässt leider auch seine Spuren: Das grüne Inselinnere wird als Müllhalde und Toilette missbraucht und ist dementsprechend unappetitlich. Wenigstens bereiten die Guides einen leckeren Lunch zu und nehmen auch den Müll der kleinen Ausflugsgesellschaft wieder mit. 

 

Von der Île aux Benitiérs hat man einen perfekten Blick auf den Le Morne Brabant.

 

Im Vordergrund ist die etwa zwei Kilometer lange und 150 Meter breite Insel Île aux Benitiérszu sehen.

 

Blick auf Mauritius´ Küste und die Île aux Benitiérs.

 

Ein traumhaftes Fotomotiv bildet der etwa 500 Meter vor der Insel gelegene Chrystal Rock – ein etwa sechs mal drei Meter großer “Felsen”, dessen oberer Teil wie ein winziges Miniaturgebirge auf einem Präsentierteller aus dem Wasser ragt 🙂

 

Eigentlich handelt es sich bei dem Chrystal Rock gar nicht um einen Felsen, sondern um eine riesige Koralle, die immer noch fleißig weiterwächst!

 

Nach der Tour fährt die Tigerente nach Flic en Flac. Der Ort liegt ebenfalls an der Westküste von Mauritius und ist nur ein paar Fahrminuten von Tamarin entfernt. Hier geht sie schnorcheln und ist begeistert von der Unterwasserwelt! Alle möglichen verschiendenen Fischarten bekommt sie hier zu sehen!

 

Kaum 20 Meter vom Ufer entfernt beginnt in Flic en Flac die bunte Welt der Korallen!

 

Während das Riff in der Nähe des Ufers leider schon ziemlich kaputtgetrampelt wurde, kann man etwas weiter raus noch viele intakte Korallen finden.

 

Die hier zu sehende Fischart kennt die Tigerente zwar nicht, aber die Tiere waren extrem neugierig und bis(s)weilen sogar recht angriffsfreundlich! Es scheint, als würden sie ihr Riff verteidigen; gut so, weitermachen!

 

Ein sehr schöner, markant gefärbter Halfterfisch mit seiner langen Rückenflosse.

 

Dieser schwarze Fisch mit den hübschen Flossen ließ die Tigerente auch recht nah herankommen.

 

Was für ein schönes Türkis, und gleich so viel davon 🙂

 

Nur Eins: Was guckst Du?!

 

Das leuchtende Gelb am Kopf und nahe der Schwanzflosse dieser Spezies (hinten im Bild) lässt sich auf dem Foto leider nur erahnen.

 

Ein wunderschön blau-gepunkteter Kofferfisch (etwas eckig schaut er wirklich aus…).

 

Wieso er hier bloß “Picassodrückerfisch” heißt?

 

Das Wasser ist auch hundert Meter vom Strand entfernt noch so flach, dass die Tigerente aufpassen muss, nicht über die scharfkantigen Korallen getrieben zu werden und sich oder die Korallen zu beschädigen.

 

Diese beiden Gesellen kamen wirklich sehr nah (so wie viele ihresgleichen auch). Welche Art ist das bloß?

 

Mit Delfinen schwimmen und ein tolles Schnorchelgebiet in Flic en Flac entdecken: Was für eine schöne Entschädigung für die fehlenden Schnorchelerlebnisse auf der Île aux Benitiérs!

 

Wer auch mal nach Mauritius kommt und in Flic en Flac schnorcheln möchte, dem möchte die Tigerente gerne drei Tipps geben:

  1. Bitte gebt acht, dass die Korallen nicht weiter beschädigt werden. Das ist nicht schwer und tut auch gar nicht weh – im Gegenteil: Die extrem flachen Stellen einfach umschwimmen und erst dort wieder hinstellen, wo sich ausschließlich Sand unter den Füßen befindet. Ansonsten besteht auch für einen selbst Verletzungsgefahr, denn Korallen sind extrem scharfkantig.
  2. Beim Schnorcheln auf Mauritius holt man sich sehr leicht einen Sonnenbrand. Extrem praktisch sind daher lange Schnorchelhosen und ein Schnorchelshirt. So kann man lange im Wasser bleiben und benötigt auch noch weniger Sonnencreme (die zudem tödlich für Korallen sein kann, da die meisten Cremes Oxybenzone und Octonoxate  enthalten – Chemikalien, die zur Korallenbleiche führen).
  3. Die obigen Fotos sind am äußersten Nordende des Strandes von Flic en Flac bei den “Villas Caroline” entstanden. Dort kann man gut parken (in der Stichstraße beim TICABO Diving Centre findet sich ein unbefestigter Parkplatz, man kann aber auch die kostenfreien zahlreichen Parkmöglichkeiten entlang der Coastal Road nutzen). Viel Spaß 🙂

 

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