Playa Estrella – Seesternstrand

Playa Estrella – Seesternstrand

November 5, 2017 0 Von ThisGirlIsEverywhere

Es ist unglaublich, wie gut man bei Meeresrauschen und Zikadengesang schlafen kann. Die ganze Nacht über kann man die Brandung hören, im Dschungel sind die Affen los und die Zikaden flirten heftig miteinander. Moskitos gibt es keine und so kann die Tigerente eine ruhige Nacht in einem sehr bequemen Bett quasi unter freiem Himmel verbringen. Wobei das „unter freiem Himmel“ nur im übertragenen Sinne gemeint ist. Ihr Hotelzimmer ist nämlich ein kleines Holzhaus, dessen Fenster nur aus Fliegengittern und Holzblenden bestehen.

Morgens genießt sie ausgeruht ein sehr leckeres Frühstück mit Blick auf den wunderschönen tropischen Garten und die Brandung des karibischen Meeres im Hintergrund.

Auch das Abendessen gestern war nicht zu verachten: Die Rippchen waren Weltklasse!

Nach dem Frühstück macht die Tigerente sich auf in den Ort Bocas del Toro. Eigentlich wollte sie dort nur kurz Geld abheben. Sie gerät allerdings mitten in die Parade zum 3. November. Der Tag der Nationalfahne markiert das Datum, an dem Panama sein Nationalsymbol per Ausschreibung gefunden hat. Die Teilnehmer der Parade sind sämtlich Kinder und Jugendliche, die für den festlichen Anlass schick gekleidet sind und allesamt Uniform tragen. Sie zeigen ihre Tamburin- und Trommelkünste. Die Straßen sind gesäumt von Menschen, die sich das Spektakel angucken.

​​Manche der kleinen Mädchen sind wunderschön zurecht gemacht mit aufwändigem goldenen oder silbernen Haarschmuck und tollen Kleidern. Die Kapelle spielt „Ode an die Freude“ – zwar etwas schief, aber die Kinder sind ja auch noch keine 13 Jahre alt. Manche von Ihnen sind bei der Show sehr motiviert bei der Sache, andere schauen etwas gelangweilt in die Gegend und die nächsten sind völlig orientierungslos, was sie in der Parade eigentlich genau zu suchen haben. Insbesondere die allerkleinsten, die gerade mal vielleicht drei oder vier Jahre alt sind, schauen sich öfters mal suchend nach den Eltern um. Beeindruckend sind die Trommelkünste mancher junger Männer, die die Trommelstöcke sehr kunstvoll durch die Luft wirbeln. Die stolzen Eltern der Kinder stehen am Straßenrand, sogar das Fernsehen hat eine Kamera aufgebaut. Über der Parade zieht eine Drohne ihre Bahnen.

Nachdem sie sich das Spektakel mehr als 1 Stunde angeguckt hat und kurz etwas zu Mittag gegessen hat, fährt die Tigerente zur Playa Estrella, zu deutsch: Seesternstrand. Hierzu muss sie mit ihrem Mietwagen circa eine halbe Stunde über eine asphaltierte Buckelpiste fahren und schließlich ein Wassertaxi für zwei Dollar pro Person zu dem Strand nehmen. Die Boote fahren alle paar Minuten (einen Fahrplan braucht man also nicht und es gibt auch keinen ;)), man kann einfach reinspringen.

Dort angekommen, wimmelt es von Menschen. Überall sind einfache Holzbauten, die Bars und Restaurants beherbergen. Sogar Bananenbrot kann man hier fahren, was bedeutet, dass eine Barkasse den lachenden Menschen auf dem aufblasbaren Gummi im Schlepptau ordentlich Speed gibt. Hier scheinen die Panameños gerne mal ein langes Wochenende oder ihren Urlaub zu verbringen.

Das beste an dem Strand aber und gleichzeitig der Namensgeber sind die Seesterne, die man im klaren Wasser ohne Probleme erkennen kann und die zu Dutzenden direkt am Strand liegen. Die Tiere dürfen nicht aus dem Wasser genommen werden, da sie dann sterben würden! Überall hängen Schilder, die die Menschen darüber informieren und die Tiere schützen sollen. Dies klappt offensichtlich auch gut, dann nirgendwo ist jemand zu sehen, der ein Seestern aus dem Wasser hält. Apropos Wasser: das Meer ist warm und die Brandung ist auf der dem Land zugewandten Seite, auf der sich dieser Strand befindet, auch durchaus moderat. Hier kann man also bedenkenlos ins Wasser gehen.

Als sie wieder im Hotel angekommen ist, dreht sie noch ein paar Runden im Pool, um ihr Schnorchel-Equipment auszuprobieren. Dieses braucht sie für den morgigen Tag, denn dann wird sie auf Bootstour zum Schnorcheln gehen.