Überfahrt mit Hindernissen

Überfahrt mit Hindernissen

November 3, 2017 0 Von ThisGirlIsEverywhere

Hat die Tigerente heute Morgen noch geglaubt, die fünf Stunden am Hafen würden langweilig werden, so stellt sich im Laufe des Vormittags heraus, dass sie sehr wohl weiß, sich zu beschäftigen. Neben Fische gucken, ausruhen, Brettspiele auf dem Tablet spielen und einen Apfel essen bekommt es die Tigerente nämlich hin, die Batterie ihres Autos zu entladen. Und das nur, indem sie minimal ab und zu zwischendurch die Klimaanlage laufen läßt… Als sie dann gegen 11:00 Uhr den Motor starten will, da die Fähre jeden Moment ankommen könnte, stellt sie fest: Das Auto springt nicht mehr an. Eine Überdosis Adrenalin rauscht jetzt durch ihre Adern. Sie MUSS diese Fähre bekommen, die in weniger als einer Stunde ablegen soll!

Tja, was macht man, wenn man mitten in Panama an einem kleinen Fähranleger mit seinem Auto gestrandet ist? Man versucht, sich mit dem spärlich vorhandenen spanischen Wortschatz ein Überbrückungskabel für die Autobatterie zu besorgen. Kaum zu glauben, aber in der langen Reihe der Fahrzeuge, die hinter ihr warten, hat tatsächlich keines ein entsprechendes Kabel dabei! Auch an der nahe gelegenen Tankstelle: Fehlanzeige. Ebenso: Die Arbeiter auf der Fähre, das kleine Restaurant am Fähranleger. Am Hafen befindet sich auch eine Firma, die offensichtlich Chiquita-Bananen nach Übersee verschifft. Hier wird die Tigerente endlich fündig! Ein Stein fällt ihr vom Herzen, denn ansonsten wäre sie heute ganz sicher nicht mehr nach Bocas del Toro gekommen. Ein sehr freundlicher Panameño und eine nicht ganz so freundliche, aber hilfsbereite Dame haben sowohl ein Überbrückungskabel als auch ein Auto zur Hand. Diese stellen sie der kleinen Tigerente netterweise kurz zur Verfügung und zum Glück springt der Motor sofort wieder an!

Mit einiger Verspätung kommt dann auch die Fähre und der Wagen der Tigerente ist der erste, der aufs Schiff fahren darf.

DSC_0364.jpg

Die Überfahrt nach Bocas del Toro kostet für ein Auto und zwei Personen 30 US-Dollar und dauert ungefähr zwei Stunden. Man darf sich von der eigentlich geringen Entfernung zum Festland (die Isla Colón ist schon vom Festland deutlich wahrnehmbar, mehr als maximal 10 km dürften es eigentlich nicht sein) nicht täuschen lassen…

Während der Fahrt regnet es die ganze Zeit und auch ansonsten ist sie eher ereignislos. Man kann das Auto nicht verlassen, da alle Fahrzeuge so dicht aneinander stehen, dass man sich unmöglich aus der Tür quetschen kann.

Sobald sie von der Fähre gefahren ist, geht es erst mal durch den kleinen, sehr karibisch anmutenden Ort Bocas del Toro. Hier sind überall Hostels, Hotels, Bars, Restaurants und kleine Shops. Die nächsten Tage wird die Tigerente sicher einmal herkommen. Jetzt aber möchte sie zügig in ihr Hotel und duschen gehen. Endlich wird auch das Wetter wieder besser und die Sonne scheint.

DSC_0370.jpg

Die Straße zu ihrer Unterkunft ist erst dabei, diesen Namen zu verdienen… eigentlich geht es die ganze Zeit direkt am Strand entlang auf einer mehr oder weniger befestigten Sandpiste. Zwischendurch muss sie durch mehrere kleinere Flüsse fahren, Brücken gibt es nicht. Direkt zu ihrer linken liegt das türkisblaue karibische Meer mit einer atemberaubenden Brandung.

Ihre Unterkunft ist ein Traum, auf einem wunderschönen Grundstück, bepflanzt mit Bananen und anderen exotischen Pflanzen, liegt ein süßes Hotel, in dem sie die nächsten fünf Nächte verbringen wird. Nachdem sich die Tigerente ein wenig frisch gemacht hat, geht es zu dem direkt gegenüber liegenden Strand. Dort ist es beinahe menschenleer und man kann kilometerweit im Sand spazieren gehen.

DSC_0375.jpg

Am Strand trifft die Tigerente zwei Hunde, die sie die ganze Zeit treu begleiten. Das Meer ist sehr warm, fast schon wie eine Badewanne, aber zum baden weniger geeignet. Die Wellen haben eine enorme Wucht und überall wird vor Strömungen gewarnt, die den Schwimmer hinaus auf‘s Meer ziehen.

DSC_0396

DSC_0406.jpgAlso belässt die Tigerente es bei einem schönen, gemütlichen Spaziergang. Wieder zurück im Hotel freut sich auf ein leckeres Abendessen.

Aufrufe: 212