Selber fahren in Panama

Selber fahren in Panama

November 21, 2017 Aus Von ThisGirlIsEverywhere

Wer eine Reise nach Panama unternehmen möchte und überlegt, sich einen Mietwagen zu nehmen, findet in diesem Artikel einige Informationen über das Autofahren in Panama.

Allgemein kann man sagen: Panama ist für Selbstfahrer geeignet! Man braucht jedoch – vor allem in Panama City – ein wenig Geschick, Mut und gute Nerven. In Panama City herrscht regelmäßig Verkehrschaos. Mit dem entsprechenden Mut und ein wenig Glück schafft man es aber auch hier, im dichten Stau innerhalb von 70 Metern drei Fahrspuren mit dem eigenen Auto zu queren. Toi toi toi 😉

Sobald man die Stadt und ihren näheren Umkreis verlassen hat, sind die Straßen wenig befahren. Auf dem Land herrscht kaum Verkehr. Das gilt auch für die Hauptverbindungsstraßen im Land, welche nicht mehr zweispurig ausgewiesen sind. Selbst auf der Panamericana ist nicht sonderlich viel los. Natürlich sollte man trotzdem immer aufpassen, dass man nicht aus Versehen Tiere (oder Menschen) überfährt, die sich auf der Fahrbahn befinden – denn das kann durchaus öfters vorkommen. In der Dunkelheit sollte man besonders Acht geben, nicht alle Autos sind ausreichend beleuchtet – von Radfahrern oder Tieren ganz zu schweigen…

Tankstellen gibt es an der Panamericana vergleichsweise viele, danach wird es eher eng. Auf der Isla Colón (Bocas del Toro) findet sich genau eine (!) Tankstelle mit zwei verschiedenen Sorten Sprit. In Santa Catalina gab es gar keine Tankstelle – es sei denn, man bezeichnet den ortsansässigen Pickup-Fahrer mit dem großen Plastiktank auf der Ladefläche als “nicht ortsfeste Tankstelle mit variablen Öffnungszeiten”.

Die Straßenqualität ist in Ordnung, allerdings gibt es öfters das ein oder andere große Schlagloch! Insbesondere in bergigen Regionen sollte man das Tempo anpassen, denn hier kann es auch unvermittelt “Sprungschanzen” geben, die man erst im letzten Moment erkennt. Ist die Geschwindigkeit zu hoch, dürfte man sich einen Achsbruch zuziehen – wenn nicht gar Schlimmeres passiert.

Verlässt man die “normalen” Straßen und begibt sich auf Abwege, kann es durchaus sein, dass man mal den ein oder anderen kleinen Fluß durchqueren muss.

Achtung: Manche Wege (so zum Beispiel die letzten 6 Kilometer zu unserer Unterkunft in Monte Totumas) sind bestenfalls mit Allradantrieb befahrbar (und auch das sollte man sich gut überlegen…)). Diese Straßenkategorie findet man aber in der Regel nur dort vor, wo der Weg die übrige Zivilisation mit sehr vereinzelten Behausungen verbindet. Als Tourist fährt man hier üblicherweise nicht lang und wenn doch, dann weist in der Regel die Ziel-Unterkunft auf die beschwerliche Anreise hin.

Wenn man mit dem Mietwagen durch Panama fährt, ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4×4) empfehlenswert!

Aufgrund der geringeren Straßenqualität und der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten sollte man beachten, dass man in Panama für eine Fahrt länger braucht als für dieselbe Kilometeranzahl in Deutschland.

In Panama herrscht übrigens Rechtsverkehr. In der Regel benötigt man als Tourist nur einen deutschen Führerschein. Es empfiehlt sich allerdings ein Blick auf die Seite des Auswärtigen Amtes, welches detailliertere Informationen zur Verfügung stellt.